Regelmäßig bekommt der Spieler eine neue U-Boot Simulation auf den Tisch. Bisher allerdings, hat der ernsthafte Simulant nur seinen Spaß mit Silent Service 2". Actionfreunde spielen mit Schleichfahrt". Während die einen weiterschleichen müssen, dürfen die anderen wieder anfangen zu simulieren!
Electronic Arts hat von Jane´s eine neue U-Boot Simulation bekommen. Dabei kann der Spieler in die Rolle der verbesserten Los Angeles Klasse schlüpfen, auch bekannt als 688(I). 23 Modelle stehen zur Auswahl, wobei allerdings außer einem unterschiedlichen Namen, alle Modelle die gleichen Eigenschaften aufweisen.
Ist ein U-Boot ausgewählt, geht es dann darum sich eine Mission auszusuchen. Zwölf Einzelmissionen, eine ganze Kampagne oder auch nur" sieben Trainingsmissionen können mit dem Sonar abgesucht werden. Dabei sind die Missionen durchaus aktuell, da Einsatzgebiete z.B. vor Kuba (unerlaubten Waffentransport aufhalten), als auch in der Adria (Piloten retten) zu finden sind.
Sehr erfreulich ist die gelungene Handhabung der Simulation. Ein Mausklick und schon durchpflügt das Baby mit 32 Knoten die Ozeane oder sinkt auf 500 Fuß. Genauso einfach ist auch das Abschießen der Waffen. Problematisch wird es erst beim Erstellen einer Ziellösung, denn auch die muß der Kapitän hier sicher bestimmen können. Es ist allerdings halb so wild, denn die Crew versteht normalerweise ihr Handwerk. Nur selten gibt es katastrophale Ausrutscher.
Zur Bestimmung der Ziellösung besitzt die 688(I) (das I" steht für improved, also verbessert) nur die neueste Technik an Bord. Zur Not kann jedoch auch auf Periskoptiefe getaucht werden, um sich von den Computerdaten zu überzeugen.
Die 250 Seiten des Handbuches sind gut aufgemacht. Einerseits wird der Spieler nicht überrollt mit einem wirr warr an Informationen, andererseits wird alles bis ins Detail erklärt, was wiederum sehr wichtig ist für den erfolgreichen Abschluß der Missionen. Ist der Spieler gut, gibt es die ersehnten Punkte. Leistet er sich allerdings einige Pannen (z.B.: wenn der Spieler vom Feind entdeckt wird), hagelt es Minuspunkte. Positives Abschneiden ist insofern wichtig für den Kapitän, da er nur so seine Ausrüstung verbessern oder wichtige Positionen besser besetzen kann.
Die Onlinehilfe ist immer abrufbar, falls etwas unklar sein sollte. Zudem ist die Hintergrundmusik sehr stimmig und kann die Wartezeit bis es richtig los geht mit der Action überbrücken. Leider ist die Wartezeit bei einigen Missionen unangenehm lang. Auch an eine 3D-Außenansicht wurde gedacht. Die ist nicht nur hübsch, sondern auch zwingend notwendig: Es ist ganz praktisch zu wissen, ob das Torpedo nun nicht getroffen hat, weil der Gegner Gegenmaßnahmen gestartet hat oder aber weil einfach die Ziellösung falsch war und es einfach keinen Gegner in der Nähe gab. In dieser Situation, ist die acht-fache Zeitbeschleunigung von Vorteil.
Die SFX kommen sehr gut rüber und wenn die deutsche Sprache bei WIN95 eingestellt ist, dann bekommt man deutsche Untertitel und englischen Originalton zu sehen und zu hören.
Mit dieser Simulation sind die dürren Zeiten für die ernsthaften U-Boot-Freaks endlich vorbei! Für den Hit reicht es leider trotz Missionserstellers nicht, weil z.B.: an eine Abandon-Ship-Option (Verlassen des Schiffes nach schweren Treffern => z.B. kassieren der halben Punktzahl und das Retten der Mannschaft) oder eine gerechtere Punkteverteilung (wieso kriegt der Spieler einen großen Punktabzug wenn er entdeckt wird, allerdings keine Pluspunkte, wenn er erfolgreich gegnerischen Torpedos ausweicht?!) nicht gedacht wurde. Trotzdem: Eine Unterwassersimulation, wie man sich mehr von der Sorte wünschen würde!
Grafik: 70 %
Sound: 75 %
Steuerung: 87 %
Motivation: 82 %
Gesamt: 81%
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